Boniersystem „Orderjutsu“

In Anlehnung an den „Orderman“ habe ich eine Android und PHP basierte Bonierlösung für Vereinsfeste entwickelt. Schnell, einfach und vorallem günstig. Ich hab die gekaufte Hardware auf Amazon verlinkt, falls es jemand nachbauen möchte.
In Summe sollten man ein paar tausend Euro für die Hardware, plus die Entwicklungskosten rechnen.

Oder du mietest es einfach bei mir.

Die Idee: Kirschenfest 2016

Das erste Mal in Kontakt mit so einer Lösung kam ich 2016 beim Kirschenfest. Im Prinzip eine tolle Lösung, nur sehr klobig und unbezahlbar für ein Vereinsfest mit bis zu 4000 Gästen.

Da ich in Hitzendorf schon ortsbekannt bin als GemeindeApp-Entwickler, hat man mich also gefragt, ob ich nicht so eine Anwendung kostengünstig nachbauen könnte –
Dont‘ worry, I’ve got this.

Der Auftrag war also, ein System zu entwickeln, das vom Kostenrahmen her weit unter dem von Orderman liegt und zumindest genauso stabil ist.

Es gibt für alles die perfekte Lösung und darum will ich gar nicht mit NCR, also Orderman als Gastro-Versorger, konkurrieren – auch wenn ich es problemlos könnte. Für mich zählt die optimale Lösung für die Aufgabenstellung und in unserem Fall ist die Smartphonelösung perfekt.

Erster Einsatz: Kirschenfest 2017

Nach ein paar kleineren Vortests zum WLAN und des Bestellprozesses, wurde das System das erste mal ein Jahr nach der Idee getestet und zwar beim Kirschenfest 2017. Das war ein Feedback von einem Kellner:

Es ist mir ein richtiges Bedürfnis zu sagen, dass es dieses Jahr viel besser funktioniert hat, als im Letzten! Danke! Daniel

Kellner

Mieten oder Kaufen?

Informationen über Ablauf, Miete und Kauf des Systems zum weitervermieten findest du auf der Projektseite.

Problem #1: Druck

Ich bin ja Web-Entwickler und im Normalfall druckt man eine Webseite über den Browser. Im Fall Orderjutsu ist es aber wichtig, dass der Server direkt drucken kann. Das Schöne ist, es gibt Drucker die das ESC/POS Protokoll unterstützen. Mit dem kann ich direkt aus der Software den Druck beauftragen. Es würde auch über ein PDF und lP funktionieren, aber bei weitem langsamer.

Also hab ich mich für einen Raspeberry als Server und einen LAN-fähigen POS Drucker von Epson entschieden.  

Problem #2: Funk-Bonieren mit WLAN und Smartphone

Das ist jetzt ein Thema, das viele zwiegespalten sehen. Auf der einen Seite ist der Gastro-Funk im Megaherz-Bereich und bei uns das WLAN im Gigaherz Bereich.  Jetzt kann man über Gesundheitsbelastung und Reichweite, sowie Durchdringung sprechen, aber ich spare mir das.

Fakt ist, dass ich das Areal der Kirschenhalle mit 30m x 50m locker abdecken konnte. Würde ich den Router in die Mitte stellen, wären es bei Bedarf auch 60m x 60m. Wenn man nicht durch Holzwände oder Menschenmassen funken muss, ist WLAN kein Problem, vorallem, weil wir ja nicht Gigabytes sondern im Falle einer Bestellung ein paar Kilobyte übertragen müssen.

Darum sollte der Router etwas höher stehen und eben keine Holzwände durchdrungen werden müssen. Mit ein paar WLAN Hot-Spots wäre dies aber auch kein Thema.

Problem #3: Strom

Hier gibt es ja zwei Schwachstellen. Einerseits die Handys und andererseits die kabelgebundene Infrastruktur.

Was ich nicht gedacht hätte, war die hohe Batterieleistung der Smartphones. Nach 6 Stunden hatten wir noch immer zwischen 50% und 60% Akku. Zur Not hatte ich noch Akkupacks vorbereitet.

Das andere Problem wurde lustigerweise bereits beim ersten Einsatz getestet. Der Strom fiel wegen eines Gewitter kurzzeitig aus. Dafür bekommen alle Geräte den Strom durch eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV). Dort ist auch gleich das Netzwerk per PowerLAN dabei, wodurch ich mir ein extra Kabel sparen kann.

Problem #4: App und Server

Das war eigentlich nicht das Problem, denn das ist ja mein Job.

Es werden durch die kommenden Veranstaltungen sicherlich noch viele coole Features dazukommen.

Eine Anfrage zahlt sich sicher jederzeit aus.