Links, Links, Links – mehr braucht es nicht. Das war früher die gängige Meinung, wenn man für ein Keyword ranken wollte.
Es ist auch heute so, dass man ohne Links in den Suchmaschinen eher selten auftauchen wird.

Was ist ein Link?

Wenn ich von „einen Link haben“ schreibe, dann meine ich, dass irgendwo im Internet ein Hyperlink (Anchor-Tag) auf meine Seite zeigt.

Ein Link besteht aus:

  • Linktext – das ist das was du liest
  • Ziel – dem URL wo du hinkommst wenn du drauf klickst
  • Titel – optionaler, informativer Text den du lesen kannst, wenn du nur mit der Maus über den Link fährst ohne zu klicken
  • nofollow Relation – das ist ein SEO spezifisches Attribut. Es zeigt, ob der Link eine Quelle ist, bei der man mehr nachlesen kann oder einfach nur ein Link zu einer Seite, die für das Verständnis des Textes keinen Mehrwert bietet. Nofollow Links findest du vor allem in Branchenkatalogen oder Blog Kommentaren. So kann niemand in Kommentaren SEO-Spam verbreiten.

Definition eines guten SEO-Links

Ein wertvoller Link kommt von einer vertrauenswürdigen Seite, mit natürlichem Vorkommen von Keywords im Linktext, umgeben von relevantem Inhalt!

Super Herr DI Alexander Herzog, das checkt kein Mensch!
Darum hab ich folgenden Erklärungsversuch gestartet.

Was ist eine vertrauenswürdige Seite?

Eine Seite ist dann für Google vertrauenswürdig, wenn sie etabliert ist und immer wieder den selben Inhalt behandelt.

Das heißt, du brauchst Links von Seiten,

  • die schon länger existieren, dadurch
  • eine gewisse Masse an Informationen bieten und deshalb
  • viele eingehende Links aus verschiedenen Gegenden der Welt haben

Eine reine Linksammlung ohne redaktionelle Überprüfung der Inhalte ist für Google also Spam. Es ist dann schon fast besser, wenn man von solchen Seiten keine Links hat. Google werden täglich mehrere tausend Seiten gemeldet, die eben nur dazu da sind, Links zu verbreiten ohne irgendwelche relevanten Inhalte und deshalb als Spam eingestuft werden. Diese Seiten werden dann gesperrt und aus den Suchergebnissen verbannt. Jeder Black-Hat-SEO-Link-Spammer kann auf einmal hunderte Domains neu registrieren oder übernehmen und diese sofort mit irgendwelchem Müll befüllen, der zwar von weitem relevant aussieht, aber eigentlich unnütz ist. Deshalb bewertet Google Links von Seiten besser, die schon länger existieren.

Was ist relevanter Inhalt?

Sagen wir, du betreibst ein Fachgeschäft rund um Küchen & Haushaltswaren. Es hilft dir im Bereich Backwaren weniger, wenn du einen Link von einem Malerbetrieb hast, als von einem Back-Blog. Der Back-Blog wird über mehrere Jahre eine gewisse Relevanz und Vertrauenswürdigkeit im Bereich Backen aufgebaut haben. Das heißt, die Inhalte sind relevant für deine Keywords wie Schneebesen, Knetmaschine, Mixer oder Backformen. Google weiß also, dass Links von diesem Blog für den Bereich Backen wichtig sind. Würde der Blog jetzt auf eine Seite mit Autoteilen verweisen ist das ok, aber der relevante Inhalt fehlt.

Das betrifft nicht nur den gesamten Blog, sondern auch einzelne Seiten. Denn eine Zeitung hat auch unterschiedliche Rubriken. Gemeint ist der Text rund um den Link. Also was steht vorher, was steht nachher auf der Seite. Nur ist der Blog in Summe eventuell nicht so relevant für das Thema. Auch Leser haben dann nichts von dem Link. Denn diese wollen über Backen lesen und nicht über Autoreifen.

Was heißt natürliche Keywords im Linktext?

Das heißt, dass deine relevanten Keywords im Linktext stehen, aber mit leichten Variationen. Wenn immer nur „Schneebesen“ genutzt wird, wird es Google komisch vorkommen. Generell sollen Links als Teil des Textes vorkommen und nicht mit „klicke hier“ versehen sein. Das ist nur für Buttons und CTA. Das Wort „natürlich“ wird im SEO Bereich oft als organisch bezeichnet. Ein jeder Mensch schreibt anders, denkt anders und handelt anders als der andere, wenigstens in groben Zügen. Ein einzelner SEO-Agent nutzt daher meist verschiedene Texter, die den selben Inhalt anders aufbauen und verbreiten.

Am natürlichsten sind Links, die Seitenbetreiber selbst erstellen, weil dein Inhalt einfach interessant ist.

Ist dir das zu kompliziert?

Es ist nicht schwer, aber aufwändig – lass uns deine helfende Hand sein!

(Zur Info: das hier ist ein CTA - Call to Action)

Jetzt Hilfe anfordern!

Wie komme ich jetzt zu solchen Links?

Das ist die harte Arbeit der SEO-Branche. Dafür gibt es Link-Building und Outreach. Das Thema an sich ist einfach. Du kontaktierst Seitenbetreiber und gibst ihnen relevante Inhalte. Wer im Verkauf tätig ist weiß, dass man da nicht nur einen Seitenbetreiber kontaktieren muss. Da muss der eigene Inhalt schon sehr gut sein. Trotzdem gibt es noch ein paar Tricks, mit denen man leichter einen dieser Link bekommen kann. Zuerst muss aber die Vertrauenswürdigkeit der Seite geprüft werden, denn von unseriösen Seiten, willst du keine Links haben.

Was ist mit diesen Branchenindex-Seiten?

Wie eingangs erwähnt, sind solche Links meistens mit nofollow gekennzeichnet. Google ignoriert diese Links aber nicht. Ist deine Seite indiziert, merkt sich Google, dass jemand auf dich verlinkt hat, dich aber nicht zwingend als Referenz ansieht. Meistens sind diese Branchenindex Seiten dazu da, deine NAPs zu verifizieren. Hier ist eine kleine Liste von Seiten, in denen du deine Firma problemlos eintragen kannst.

Was ist mit einem Private Blog Network (PBN)?

Ich bin da zwiegespalten. Es heißt, PBN sind schlecht und bestrafen deine Seite. Es gibt aber viele Stimmen die behaupten, dem sei nicht so. Ich denke, es ist Auslegungssache. Jeder Blog ist hoffentlich Teil eines PBN. Die Leute kennen sich und verlinken auch untereinander. Wenn man das PBN nur als reine Link-Sammlung mit branchenfremden Autoren, die irgendwelche Texte zusammenkopieren, sieht, dann ist es sicherlich schlecht. Wenn sich nach Jahren verschiedene Kollegen untereinander verlinken und eine Masse an Follower aufbauen, dann ist das auch eine Form von PBN, die aber gut ist. Wenn die Autoren auf die Inhalte achten oder Experten heranziehen die Inhalte korrekturlesen, dann sehe ich kein Problem, einen Link von diesen Seite zu haben. Ein echtes PBN erkennt man ja auch nicht. Nur die Variante mit „gib mir Geld, und du bekommst einen Link„. Diese Seite werden sicher von Google bestraft.

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